Zum Hauptinhalt springen
Weidenbaumsweg 21, 21029 Hamburg-Bergedorf
+49 40 721 12 11 praxis@zahnarztpraxis-ccb.de
Abrasions­gebiss

Abrasions­gebiss

Ein Abrasionsgebiss entsteht, wenn Zähne über längere Zeit stark abgenutzt werden. Ursachen sind häufig nächtliches Zähneknirschen oder ein dauerhaft erhöhter Säureeinfluss, etwa durch bestimmte Ernährungsgewohnheiten oder Erkrankungen. Mit der Abnutzung geht der Verlust von Zahnschmelz einher. Wird das darunterliegende Dentin freigelegt, reagieren die Zähne oft empfindlich auf Kälte, Wärme oder Süßes. Zusätzlich steigt das Risiko für Karies und Entzündungen.

Schäden an Zahn und Kiefer verstehen

Folgen der Abnutzung

Neben der erhöhten Empfindlichkeit kann ein Abrasionsgebiss auch ästhetische und funktionelle Veränderungen verursachen:

  • Verkürzte Frontzähne führen zu schmaler wirkenden Lippen.
  • Beim Sprechen oder Lachen sind Zähne teilweise nicht mehr sichtbar.
  • Eine tiefer werdende Bisslage verändert die Kaufunktion.
  • In vielen Fällen kommt es zu Verspannungen im Bereich der Kaumuskulatur.
  • Häufig treten Kiefergelenkbeschwerden auf, die mit einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) in Zusammenhang stehen können.

Diese Veränderungen wirken sich nicht nur auf das Kauen, sondern auch auf Sprache und Aussehen aus.

Gründliche Analyse für nachhaltigen Erfolg

Diagnostik und Planung

Bevor die Zähne wiederaufgebaut werden, ist eine präzise Funktionsdiagnostik notwendig. Ziel ist es, die Lage der Kiefergelenke und die Funktion der Muskulatur zu erfassen. Darauf aufbauend wird ein individuelles Konzept erstellt, das die Wiederherstellung der Zahnform und eine stabile Bisslage ermöglicht.

Planbar, nachvollziehbar und schonend

Ablauf der Versorgung

Die Rekonstruktion eines Abrasionsgebisses erfolgt in mehreren Schritten:

Zahnschiene nach Funktions­diagnostik

Eine individuell angefertigte Schiene dient dazu, Muskulatur und Kiefergelenke zu entlasten und eine stabile Position zu erreichen.

Wax-up (Planungsmodell)

Nach ausreichender Schienentragezeit wird die ermittelte Bisslage auf ein Wachsmodell übertragen. Dieses Modell dient als Grundlage für die weitere Planung.

Mock-up (provisorischer Aufbiss)

Um die neue Bissposition im Alltag zu erproben, wird auf Basis des Modells ein Kunststoffaufbau auf die Zähne geklebt. So können Funktion und Ästhetik überprüft werden.

Endgültiger Zahnersatz

Bei stabiler und beschwerdefreier Situation erfolgt der schrittweise Aufbau des Zahnbogens mit vollkeramischen Materialien. Diese sind substanzschonend, langlebig und ermöglichen ein natürliches Erscheinungsbild.

Langfristiger Schutz

Eine Schutzschiene für die Nacht verhindert erneuten Substanzverlust und trägt dazu bei, das Ergebnis dauerhaft zu sichern.

Auch in fortgeschrittenen Fällen ist es möglich, die Zahnsubstanz zu rekonstruieren und die Kaufunktion wiederherzustellen. Entscheidend ist ein strukturiertes Vorgehen, das Funktion und Ästhetik gleichermaßen berücksichtigt und damit langfristig eine verlässliche Grundlage für die Zahngesundheit schafft.